- Fast ein Viertel (24 Prozent) der Jobsuchenden hat sich schonmal gegen eine Bewerbung entschieden, weil ihnen die geforderten KI-Skills fehlten
- Besonders die 25-34-Jährigen sind betroffen: 32 Prozent haben schon Bewerbungen wegen fehlender KI-Kenntnisse zurückgehalten
- Nur 12 Prozent der Bewerbenden erfüllen die KI-Anforderungen vollständig
Eschborn, 01.04.2025 – Überfordern Unternehmen Jobsuchende mit den Anforderungen in ihren Stellenanzeigen? Künstliche Intelligenz verändert die Arbeitswelt rasant und damit auch die Anforderungen an Bewerber:innen. Besonders gefragt sind inzwischen Fähigkeiten wie Datenanalyse, Programmierung und Prompt Engineering. Auch Adaptionsfähigkeit und die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen spielen eine entscheidende Rolle im Umgang mit KI. Doch wie eine aktuelle repräsentative Umfrage der Jobplattform Monster in Zusammenarbeit mit YouGov zeigt, werden fehlende KI-Kenntnisse für viele Deutsche zunehmend zur Hürde bei der Jobsuche.
KI-Skills zunehmend entscheidend bei Bewerbungen
Während insgesamt 59 Prozent der Gesamtbefragten angeben, sich derzeit nicht zu bewerben und sie daher ihre KI-Fähigkeiten aktuell nicht unter Beweis stellen müssen, zeigt sich bei den übrigen 41 Prozent der Jobsuchenden: Ganze 24 Prozent von ihnen haben sich schon einmal gegen eine Bewerbung entschieden, weil ihnen die geforderten KI-Kenntnisse fehlten. 10 Prozent haben die Anforderungen als Hürde wahrgenommen, sich aber trotzdem immer beworben. Insgesamt geben nur 13 Prozent an, dass sie bisher immer über die in Stellenanzeigen geforderten KI-Kenntnisse verfügt haben. Weitere 45 Prozent der Jobsuchenden sagen, dass KI-Kenntnisse in ihrem Berufsfeld (noch) keine Rolle spielen.
Jüngere Generation besonders vom KI-Gap betroffen
Besonders die 25- bis 34-Jährigen spüren den Druck der steigenden KI-Anforderungen: 32 Prozent der Jobsuchenden dieser Altersgruppe haben sich aufgrund fehlender KI-Kenntnisse schon einmal gegen eine Bewerbung entschieden. Bei den 18- bis 24-Jährigen sind es 29 Prozent.
Mit zunehmendem Alter nimmt die Hürde fehlender KI-Skills in Bewerbungen offenbar ab: Während sich noch 27 Prozent der 35- bis 40-Jährigen aufgrund mangelnder KI-Skills schon einmal gegen eine Bewerbung entschieden haben, sind es bei den 45- bis 54-Jährigen nur noch 22 Prozent, in der Altersgruppe der über 55-Jährigen sogar nur 14 Prozent. Knapp zwei Drittel (59 Prozent) von ihnen sagen jedoch, dass KI in ihrem Berufsfeld keine Rolle spielt. Zum Vergleich: In den Altersgruppen der 18- bis 24-Jährigen und 25- bis 34-Jährigen geben dies 39 Prozent beziehungsweise 34 Prozent an.
Bei den Geschlechtern ist die KI-Gap hingegen nicht vorhanden: 26 Prozent der arbeitssuchenden Männer und 23 Prozent der arbeitssuchenden Frauen sagen, dass sie sich aufgrund fehlender KI-Kenntnisse schon einmal gegen eine Bewerbung entschieden haben. Interessant ist aber, dass Frauen weniger stark in ihre KI-Skills vertrauen als Männer. 11 Prozent der Frauen sagen, dass sie bisher immer über die in Stellenanzeigen geforderten KI-Kenntnisse verfügt haben – bei den Männern sind es 15 Prozent. Zudem sagen 50 Prozent der Frauen, dass KI in ihrem Job derzeit noch keine Rolle spielt, bei den Männern sind es mit 40 Prozent ganze zehn Prozentpunkte weniger.
KI-Kenntnisse sind zunehmend gefragt
Dass sich die Bedeutung von KI zunehmend wandeln wird, zeigt ein Blick auf die Stellenanzeigen von Monster: In diesem Jahr wurden bis Anfang März bereits in 3.126 der bei Monster ausgeschriebenen Stellen KI-bezogene Kenntnisse gefordert – Tendenz steigend. Zum Vergleich: Im gleichen Zeitraum waren es 2024 noch 2.512 Anzeigen. Vor allem in den Bereichen IT, Datenanalyse und digitales Marketing werden KI-Skills immer häufiger vorausgesetzt.
“KI-Skills werden in vielen technologischen und digitalen Berufen mittlerweile vorausgesetzt. In Verbindung mit fehlenden Schulungsangeboten können sie sich zu einer echten Einstiegshürde für Jobsuchende entwickeln. Wächst die KI-Gap zwischen den geforderten und den tatsächlich vorhandenen Kenntnissen weiter, wird sie schnell zu einer großen Herausforderung für den Arbeitsmarkt. Hier müssen Unternehmen aktiv werden und gezielt in die Weiterbildung ihrer zukünftigen Mitarbeitenden investieren, sowie Quereinstiegsmöglichkeiten weiter fördern, um diese Lücke zu schließen. Andernfalls werden viele ansonsten qualifizierte Bewerbende abgeschreckt”, so Steffen Günder, VP Sales Europe bei Monster.
* Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH. Für diese Befragung wurden im Zeitraum vom 11. bis 13.03.2025 insgesamt 2037 Personen befragt. Die Erhebung wurde nach Alter, Geschlecht und Region quotiert und die Ergebnisse anschließend entsprechend gewichtet. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Wohnbevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren..
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